Blogging Will Eat Itself And Be Reborn

Ouroboros_crop

Diesen Artikel wollte ich eigentlich viel früher schreiben. Genau genommen sollte er als erster Post zeitgleich mit der Site online gehen und erklären warum ich blogge. Auch wenn es scheint, dass ich das hiermit nachhole; in Wirklichkeit hat René in seinem zeitweiligen Abschied von Nerdcore bereits das meiste vorweggenommen. Deswegen möchte ich hiermit nur auf einige seiner Punkte eingehen und auf meinen eigenen Fall anwenden. [Weiterlesen…]

YouTube Gaming x Twitch

YT x Twitch (Logos under their respective copyrights)

Spätestens mit der Übernahme durch Amazon war klar: Twitch hat sich durchgesetzt, die Kämpfe um die Vorherrschaft in der Livestreaming-Nische sind vorbei. Bereits im Januar 2013, als Konkurrent own3D.tv seine Schließung bekanntgab, hatte sich dieser Ausgang abgezeichnet.

Doch Amazons Einstieg ins Gamesgeschäft hatte Implikationen, die weitreichender waren als das Ende des Konkurrenzkampfes. Nicht nur, dass Gaming auch für nicht-spielende Zuschauer als Unterhaltungsformat und somit als Einnahmequelle immer wichtiger werden würde — eigentlich ließ schon der Vormarsch von Let’s Play Videos auf YouTube keinen Zweifel daran.

Nein, mit Blick auf aktuelle Entwicklungen (YouTube Newswire, Instant Articles, Twitter Moments, …) war es ein erster von voraussichtlich vielen Schritten großer Tech-Firmen ins digitale Verlegergeschäft.

Und: Die Livestreaming-Nische war offensichtlich im digitalen Mainstream angekommen.

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Was von Ten Walls übrig blieb

Wie bei so vielem lässt sich über die Musik von Ten Walls streiten. Doch die homophobischen Aussagen des DJs und Produzenten, bürgerlich Marijus Adomaitis, sind kaum Streitthema. Aus gutem Grund, schließlich war der Inhalt seiner mittlerweile gelöschten Facebook-Posts unbestreitbar diskriminierend und hetzerisch. Trotzdem muss darüber gesprochen werden wie mit solchen Aussagen umzugehen ist.

Erste Reaktionen

Nach den Äußerungen war relativ schnell klar, dass für Ten Walls mindestens die Festival-Saison gelaufen sein würde. Im Internet brach ein Shitstorm los, der den Sprung in die breitere Öffentlichkeit wohl spätestens dann schaffte als Techno-Kollege Fort Romeau seinen Support-Slot auf einem von Ten Walls Gigs kündigte. Es folgten Absagen bekannter Festivals, darunter das Spanische Sonár und das hiesige MS Dockville, Ten Walls Booking-Agentur schmiss ihn aus dem Roster. Allgemeines Gejubel, gegenseitiges Auf-die-Schulter-klopfen.

Natürlich ist es bemerkenswert zu sehen wie schnell sich die „Szene“ und ihr Publikum gegen solche Aussagen aussprechen und Taten folgen lassen. Doch eben jene Szene muss sich weiterhin den Vorwurf gefallen lassen, dabei nicht konsequent vorzugehen. [Weiterlesen…]