Manchmal kann ich Mao verstehen

Manchmal kann ich Mao verstehen.

Du siehst, das mit der Provokation hab ich inzwischen drauf. Dabei steckt in dem Satz viel Wahrheit. In letzter Zeit ist bei mir viel passiert, doch der Blog wurde davon nicht mitgerissen. „Keine Lust“ wäre die erste und sicherlich nicht komplett falsche Diagnose.

Doch und damit spanne ich den Bogen zur Headline die reflektiertere Antwort müsste sein, dass mich Altes oft schnell langweilt. Mecanismo war so lang lustig wie ich Dinge ausprobieren konnte. Zunächst ist das im Code passiert, da habe ich hinter den Kulissen gebastelt, Spielereien programmiert und wieder verworfen, und es war gut so. Als ich mich dann aber dem Text zuwandte, hatte ich mich mit meinen Ambitionen schon zu sehr eingeschränkt, als dass ich noch Spaß am Schreiben hätte haben können.

Mein Anspruch wurde meiner Lebensrealität nicht gerecht. Ich kann nicht seriöse, erkenntnisreiche Texte schreiben, mit denen ich zufrieden bin, wenn ich vorher nicht ausprobiert habe, was überhaupt möglich ist. Die Möglichkeiten meinte ich durch meinen Medienkonsum zu kennen, aber eigentlich kannte ich nur die Kulisse, selten den Aufwand dahinter. Nicht die Versuche, das Ausprobieren und die Ausrufe „Wir machen das jetzt einfach!“ der Menschen (wichtig: Plural), die an den Inhalten beteiligt waren, die ich mir zum Vorbild genommen habe.

Jetzt stehe ich seit zwei Wochen in meiner Ausbildung zum Werbetexter. Nicht genug Zeit, um eine Meinung zu ihr zu haben. Aber genug Zeit, um mir in Vorbereitung auf die Dinge, die meiner da noch harren, jetzt schon abzuverlangen, einige Dinge zu überdenken. Der springende Punkt allerdings: es ist etwas neues. Und das ist erstmal geil.

Der Blog bleibt erstmal Relikt des Alten. Ich habe gestern doppelte Backups gemacht, weil ich einige der Texte hier behalten will. Doch Backups mache ich selten, wenn ich nichts ändern will. Das soll passieren. Wann, weiß ich nicht. Ich spiele gerade mit Koken rum aber ehrlich gesagt fehlt mir derzeit noch jedes Konzept.

Vielleicht ist das ganz gut. Neugierig sein und ausprobieren, sonst wird’s langweilig. Also scheiß drauf und neu. Irgendwann. Gerne persönlicher. Wir sehen uns dann nochmal.

Transsib: Mongolei im Minibus

Eines der wenigen noch erhaltenen bzw. wieder restaurierten Gebäude des Klosters.

Die Fahrt von der Hauptstadt in die Wildnis der Mongolei beginnt mit einer Panne. Am Stadtrand bleiben wir mit dem alten russischen Minibus, der uns vier Tage als Vehikel dienen soll, liegen. Unser Fahrer und der Reiseführer (Otgo) gehen zunächst davon aus, den Fehler an Ort und Stelle beheben zu können; für diese alten russischen UAZ-Modelle nicht unüblich, da sie als alte Militärfahrzeuge so konstruiert wurden, schnell repariert werden zu können. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass wir zusätzliche Hilfe benötigen. [nachträgliche Anmerkung: und mehr Fotos] [Weiterlesen…]